German Brand Award 2026: Zwei Auszeichnungen für Studio ricardodesign

Juni 2026
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Zweimal »Winner« – für das neue Brand Design der Schlüterschen Mediengruppe.

Beim German Brand Award 2026 wurden Studio ricardodesign und The Digital Architects in Berlin gleich zweifach ausgezeichnet. Beide Male als »Winner«, beide Male für den Relaunch des Corporate Designs der Schlüterschen Mediengruppe.

Die zwei Titel würdigen dieselbe Arbeit aus zwei Blickwinkeln:

  • Winner – Brand Revival of the Year für die strategische Erneuerung einer traditionsreichen Marke.
  • Winner – Brand Design – Corporate Brand für die gestalterische Umsetzung des neuen Auftritts.

Dass ein Markenrelaunch in zwei Kategorien gleichzeitig überzeugt – einmal für die strategische Wiederbelebung der Marke, einmal für das gestalterische Handwerk dahinter – bestätigt den Ansatz, Strategie und Design konsequent als Einheit zu denken.

Seit 1747. Nun neu gedacht.

Die Schlütersche Mediengruppe ist seit 1747 im Geschäft. Über 30 Marken, drei Jahrhunderte Fachwissen, ein klares Versprechen: wirkungsvolle Verbindungen schaffen. Die Mediengruppe fußt auf einem starken Fundament – was fehlte, war ein Auftritt, der diese Stärke auch sichtbar macht. Das Rebranding war der nächste logische Schritt. Kein Bruch mit der Vergangenheit, sondern eine konsequente Weiterentwicklung hin zu einem System, das mit ihr wächst.

Der bisherige Auftritt war fürs Papier gedacht – und hat die Marke lange gut getragen. Heute lebt eine Marke aber zunehmend woanders: auf Screens, in Bewegung, über viele Untermarken hinweg. Das neue Design bringt beides zusammen: eine Gestaltung, die sich leichter bewegt, und ein System, das die einzelnen Medienmarken klar miteinander verbindet.

Gemeinsam mit The Digital Architects haben wir die Dachmarke deshalb von Grund auf neu gedacht – Strategie, Claim und Design Hand in Hand. Das Ziel war kein neues Logo, sondern ein System.

»Wirkungsvolle Verbindungen«

Starke Markenarbeit entsteht nicht immer aus der großen Geste. Oft liegt ihr Ausgangspunkt im kleinsten Detail – hier in zwei Punkten und der Idee, die in ihnen steckt. Im neuen Design finden die beiden Punkte des »ü« im Namen Schlütersche zueinander – im Logo wie im Keyvisual, dem wiederkehrenden Bildmotiv der Marke. Aus diesem einen Detail wird das Bauprinzip des gesamten Auftritts: Formen, die sich aus dem Ungefähren zu klarer Struktur ordnen. Verbindung, sichtbar gemacht, bevor ein einziges Wort gelesen ist.

So wird aus einem Claim ein Gestaltungsprinzip. Genau das ist der Unterschied zwischen einem Logo, das gefällt, und einer Marke, die man versteht.

Ein Detail. Ein ganzes System.

Aus dem Prinzip »Wirkungsvolle Verbindungen« ist alles Weitere gewachsen. Zuerst die Wortmarke selbst: behutsam geschärft, Ursprüngliches bewahrt, Proportionen ausgeglichen, Formen geklärt, Buchstaben geöffnet. Klarer in der Wirkung, ohne ihren Charakter zu verlieren.

Digital Fit: Bewegung und Animation wurden nicht nachträglich ergänzt, sondern als emotionaler Kern des Brand Designs entwickelt. Die Schlütersche kommuniziert nun mit einer Lebendigkeit, die ihrer Größe entspricht. Dann die Frage der Ordnung: Über 30 Medienmarken wollen unter ein Dach. Ein einheitliches System regelt, wie Dachmarke und Einzelmarken miteinander agieren – damit jede für sich wirkt und trotzdem erkennbar zur Schlüterschen gehört.

Eine neue Farbwelt erweitert das Bestehende – zugunsten von Tönen, die am Screen atmen und Varianz erlauben. Das vertraute Grün bleibt, gewinnt aber an Kraft – heller, strahlender, präsenter. Neue Töne kommen hinzu, und jedes Themenfeld bekommt seine eigene, klar erkennbare Farbe. Eine Farbwelt, die nicht mehr nur druckt, sondern digital in Erscheinung treten kann.

So vielfältig die Anwendung, so klar die Handschrift. Das Keyvisual hält alles zusammen – und braucht dafür erstaunlich wenig: eine einzige Idee. Sie macht das dreidimensionale System maximal beweglich. Wandelbar in allem, erkennbar in jedem Auftritt. Je nach Themenfeld wechselt es seine Textur – Fell für die Tiermedizin, Metall für die Industrie. Gleiche Idee, anderer Stoff.

Die digitale Brand Guideline erlaubt zudem Flexibilität und Anpassbarkeit für die Zukunft und somit ein nachhaltiges Wachstum der Marke.

Was die Jury überzeugt hat

Beide Titel sind mit einem Jurystatement verbunden – und beide rücken denselben Gedanken in den Mittelpunkt: thematische Vielfalt in eine präzise, belastbare Markenform zu übersetzen.

Für Brand Design – Corporate Brand würdigt die Jury, dass aus der Leitidee der Verbindung ein Zeichen, ein Farbsystem und ein geometrisches Keyvisual entstehen, die in digitalen wie analogen Anwendungen Orientierung geben – und dass Barrierefreiheit und Systematik von Anfang an mitgedacht sind. So verankert sich die Identität nicht nur formal, sondern im täglichen Markenhandeln. Jurystatement lesen

Für Brand Revival of the Year hebt die Jury hervor, dass der Relaunch ohne Bruch auskommt: Die Marke erneuert sich über Ordnung und digitale Anwendbarkeit – mit einem Profil, das Vertrauen aus seiner Struktur gewinnt. Jurystatement lesen

Über den German Brand Award

Der German Brand Award zählt zu den reichweitenstärksten Marken- und Marketingpreisen im deutschsprachigen Raum. Vergeben wird er vom German Design Council (Rat für Formgebung), der 2026 das zehnjährige Bestehen des Preises feiert. Mit Teilnehmenden aus mehr als zwölf Ländern hat die Auszeichnung längst internationalen Rang. Wer sich hier gegen die hochkarätige Konkurrenz durchsetzt und die Fachjury überzeugt, zählt zu den Branchenbesten – verliehen wird der Preis im Rahmen einer großen Award-Show in Berlin.

Weitere Infos

Den ganzen Projektcase ansehen: Schlütersche Mediengruppe – Rebranding & Brand Design
Wie der neue Claim entstand, erzählt die Schlütersche selbst: »Wissen, das wirkt«

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